AKUPUNKTUR
Die Akupunktur ist als Regulationstherapie eine Ganzheitstherapie. Sie kann bei richtiger Anwendung die wesentlichen Funktionen des menschlichen Organismus weitgehend regulieren, im Idealfall sogar harmonisieren.
Akupunktur - Allheilmittel oder Scharlatanerie ?
Die Akupunktur ist - obwohl Sie durch den obersten Sanitätsrat teilweise anerkannt wurde - bei uns immer noch umstritten; auf der einen Seite gibt es Fanatiker, die die Akupunktur als Universaltherapie verkaufen, von anderen Kollegen wird Sie geradezu wütend als Scharlatanerie abgelehnt. Beides ist falsch: Die Akupunktur ist sicherlich kein Allheilmittel, sie ist eine Ordnungstherapie, deren Einsatz wohl bei Gestörtem, nicht aber bei Zerstörtem sinnvoll ist.
Was ist eigentlich Akupunktur ?
Die Akupunktur verwendet Einstiche mit Gold- oder Silbernadeln an genau festgelegten Hauptpunkten, die spontan- oder druckschmerzhaft sein können, bei funktionellen reversiblen Erkrankungen oder Störungen zu diagnostischen und/odertherapeutischen Zwecken. Diese Definition von Akupunktur nach De La Fuye gilt immer noch, mit der Ausnahme, dass wir heute nur mehr sterile Nadeln verwenden.
Wie wirkt Akupunktur ?

Wissenschaftlich erwiesen sind bisher folgende Akupunkturwirkungen:

  • Nervös-reflektorisch
  • Humoral-endokrin: Einfluß auf die Endorphin-, Serotonin-, Cortisonrezeptoren
  • Vasoaktive Wirkung: Aktivierung des vasoaktiven intestinalen Polypeptides = VIP
  • Muskelwirkung: musculoaktive Substanzen, Bewegungsketten
  • Wirkung auf das Immunsystem

Akupunkturpunkte sind wissenschaftlich nachgewiesen, die Meridiane verbinden die Akupunkturpunkte.

Historische Ableitung & Erklärung der Wirkung
Das altchinesische Weltbild beruht auf der Vorstellung von Gleichgewichtsverhältnissen, Gleichgewicht zwischen den 5 Elementen (Holz, Feuer, Erde, Metall-Mineral, Wasser) und zwischen Yin und Yang. Ziel der Akupunkturbehandlung ist es, ein Gleichgewicht zwischen Yin und Yang herzustellen. Man erkannte schon damals die reflektorische Beziehung zwischen Regionen an der Körperoberfläche - eben den Meridianen - und inneren Organen. Nach der Theorie der TCM werden die verschiedenen Abschnitte des Organismus durch ein Netzwerk von Kanälen, Kapillaren und Leitlinien verbunden, die auf deutsch Meridiane genannt werden. Meridiane sind Regionen des Körpers, die unter anderem mit einem inneren Organ in Verbindung stehen. Störungen des Organs projizieren sich an der Körperoberfläche im entsprechenden Meridian, und umgekehrt können wir das Organ über Punkte auf seinem zugeordnetem Meridian beeinflussen - das geschieht zum Beispiel bei Akupunktur oder Massage.